Domis Gedichte Blog

Mach die Augen auf....

18. November 2017, domjos - Gedichte, Gedanken

Eine Mutter, die ihre Kinder verlor,
ihnen damals ewige Treue schwor.
Ein Mann, der seine Frau erschoss,
gezwungen vom Rum, der zu oft floss.

Drei Leichen tief im Wald vergraben,Asylanten, Untersuchungen ergaben.

Tränen triefen ihr vom Gesicht
als sie über ihre Kinder spricht.

Zusammenbruch am Morgen,ohne Alkohol doch voller Sorgen.Zwei Stiche ein weiterer Mordund das im relativ ruhigen Ort.

Wir sehen Trauer in vielen Gesichtern,
doch wir sind oft zu abgestumpft.
Wir sehen die Verzweiflung überall,
doch haben oft zu viel Vernunft.
Der Alltag holt uns immer wieder ein

und so wird es wohl weiterhin sein….


Der Baum auf der Lichtung

15. November 2017, domjos - Gedanken

Ich habe mich immer gefragt, was manche alten Bäume so erlebt haben. Ich würde unglaublich gerne wissen, was sie über die Menschen wohl denken, würden sie es können.

So ein Baum hat wohl viele schöne Zeiten mitgemacht, Zeiten in denen vielleicht Kinder um ihn herum Fangen gespielt haben, lachende Erinnerungen, Erinnerungen, an denen man voller Freude zurück denkt. Vielleicht hat auch ein Paar durch das hinein Ritzen der Initialen ihre Liebe verewigt. Ob diese wohl wirklich das komplette Leben gehalten hat, wird wohl der Baum nicht mehr erfahren, aber das Herz ist immer noch in seiner Rinde zu sehen. Viele Erinnerungen über Vergangenes. Vielleicht hat eine Familie im Schatten des Baumes ein Picknick gemacht und einen wunderschönen Tag gemeinsam verbracht. Im Winter wurde vielleicht hinter diesem Baum bei einer Schneeball-Schlacht Schutz gesucht.

 

Der Baum auf der Lichtung hat viel Wind und Wetter getrotzt, er hat die Naturgewalten überstanden. Ich bin oft an ihm vorbei gelaufen, oft haben seine Blätter in der Abendsonne mein Gesicht angeglitzert. Er war mein komplettes bisheriges Leben da, er hat mir im Sommer Schatten gespendet und im Regen mich vor der Nässe bewahrt.

Er war Schutz, Geborgenheit, doch auch eine Echte Konstante, wie der Fels in der Brandung stand er immer thronend auf der Lichtung und überwachte das Dorf.

 

Keine Naturgewalt konnte ihn besiegen, aber die Axt eines Menschen schon. Er musste weichen für eine Straße, die vielleicht nicht ganz so beschützend ist, aber den Weg zur Stadt um 5 KM verkürzt.

Die Ära das Baumes auf der Lichtung fand ein jähes Ende, genau so, wie auch die Kindheit vieler Menschen oft ein schnelles Ende findet.

Wir sind oft viel zu sehr damit beschäftigt, unseren Alltag zu organisieren, dass wir oft gar nicht mehr die wesentlichen Dinge sehen, die es zu bestaunen gibt. Sei es nur einfach ein Baum, dessen Blätter von der Sonne angestrahlt werden, doch es sind alle Momente, die einem fröhlicher machen können, als jedes Geld der Welt. Augen auf, für die Dinge im Leben, die das Leben zu etwas besonderem machen, denn solche Dinge können schneller Vergangenheit sein, als man denkt.


Danke, dass du bist

20. August 2017, domjos - Gedichte

Ich brauche nicht groß zu sein,

denn vor dir sind eh alle so klein.

Ich brauche nicht stark zu sein,

denn ohne dich wäre ich eh allein.


Ich brauche keine Angst zu haben,

denn dank dir kann ich vieles wagen.

Ich brauche nichts großes zu sagen,

denn du bist die Antwort auf alle Fragen.


Nur du bist größer als alles hier,

ich habe große Ehrfurcht vor dir.

Danke für deine starke Macht

und dass alles erstrahlt in deiner Pracht.


Du

25. Juli 2017, domjos - Gedichte

Du bist mächtiger als all die Zeit,

der einzige, der mir wirklich verzeiht,

alle meine schlimmsten Vergehen,

sind bei dir nicht mal winzige Versehen.

Du bist größer als alles, was ich je sah

und doch bist du mir immer ganz nah,

egal, wo ich auch immer war,

du achtest auf mich und bist ebenso da.

Du bist schöner, als das Glitzern der Sterne,

sehe ich dich auch nur aus der Ferne,

dein Glanz zieht mich wieder an

und mein Leben lang in deinen Bann.


Wer bin ich wohl?

05. April 2017, domjos - Gedichte

Blick in das weite Himmelszelt,
ein Gefühl der starken Demut,
macht sich breit in mir.
Geschichten nicht von dieser Welt,
eine große Gedankenflut,
doch nur Gedanken von ihr.

Sehe in jedem Stern ihr Bild,
Augen funkelnd wie ein Saphir,
blicken mich lächelnd an.
Haare hübsch, aber doch wild,
wecken Sehnsucht in mir,
wann ich dich wieder sehen kann.

Wende zum beleuchteten Ort,
eine Gestalt kommt empor,
ich schaue nur um mich.
Verschlagen ist mir jedes Wort,
kommt es mir jetzt so vor
oder sehe ich überall nur dich?


Farben

21. März 2017, domjos - Gedichte

Blau, wie die Sehnsucht, die ich bekomme,
wenn ich auf das Meer blicke, voll Wonne.
Blau, wie die Sehnsucht, die ich bekomme,
wenn ich in den weiten Himmel blick
und blinzel wegen der warmen Sonne.
Blau sind deine wunderschönen Augen,
die mir jeden anderen Gedanken rauben.

Rot, wie das Feuer, das in uns brennt,
während die große Distanz uns trennt.
Rot, wie das Feuer, das in uns brennt,
und uns oft davor bewahrt,
dass das Leben an uns vorbeirennt.
Rot sind deine hübschen Lippen,
die mich oft abhalten vom vielen tippen.

Wie vom Winde verweht sind die Sorgen,
die ich hab, wenn ich denk an morgen.
Wie vom Winde verweht sind die Sorgen,
die ich bekomme und bewahre,
tief in meinem Gehirn verborgen.
Wie vom Winde verweht sind die Sorgen,
wenn du in meinen Armen liegst, geborgen.

Viele Worte, die wir gewechselt haben,
gingen über Versprechungen, die wir uns gaben.
Viele Worte, die wir gewechselt haben,
wurden von uns oft wiederholt
und trotzdem will es bisher keiner wagen.
Viele Worte, die wir gewechselt haben,
aber trotzdem bleiben am Ende oft nur Narben.


Freiheit, Freiheit

02. Februar 2017, domjos - Gedichte

Freiheit!! definiere Freiheit in Worten? Das geht nicht!!

Freiheit ist das, was es nicht gibt. Freiheit ist Licht!!
Das Licht, das einem am Leben hält, wenn der Tod ruft.
Ich sehne mich nach ihr, der Geruch der Freiheitsluft.
Schon der Moment in dem man versucht, Freiheit in Worte zu fassen,
bläst die Freiheit weg, auf die man gehofft hat, sich einfach darauf zu verlassen.

Die ganze Welt ist voll von Hass, Kriege und mehr,
wer Freiheit sucht, wird im Herzen irgendwann leer.
Freiheit sucht man hier vergebens,
also verschwende nicht die Zeit deines Lebens.
Freiheit lässt sich nicht finden, Freiheit ist nämlich schon da.
Du musst sie dir nur nehmen und dann siehe da,
das was du gesucht hast, brauchst du nicht, ehrlich.
Denn das, was du gesucht hast, Freiheit, sie findet dich.

Nimm dir Freiheit, wenn du sie brauchst,
aber pass auf andere Menschen auf,
denn auch sie brauchen Freiheit und Licht.
Das ist die Moral an der Geschicht.


Die ewige Sehnsucht

29. Januar 2017, domjos - Gedichte

Smaragdgrüne See, tiefe Sehnsucht in mir,
mit Herzblut geschrieben, sitze ich hier,
flammenden Herzens, denkend an dich,
kein Mädchen, nur das Meer an sich,
kann den Wille erfüllen den ich in mir trag.
Oh See, oh endlose Weite, wie ich dich mag.

Die tosende Gischt, die riesenhaften Wellen,
geformt von Gott, perfekt und doch mit Dellen.
Gewaltig, aggressiv, stark und doch so frei.
Hass, Wut und sorgen, bei dir sind sie einerlei,
Nichts, nur Tropfen auf dem heißen Stein,
schnell verdampft und winzig klein.

Oh See, du Perfektion Gottes, von Sagen umhüllt,
überall blau, nichts und doch so erfüllt.
Voll von Gegensätzen, Kraft und Zärtlichkeit,
Härte und Sanftmut, Regen und Heiterkeit.
Jeder Mensch ist endlich, nur ein kleiner Teil,
aber du hältst fest an dem endlosen Seil.


Tropfen

26. Januar 2017, domjos - Gedanken

Ein Tropfen fällt langsam der Erde entgegen, ehe er im nächsten Moment Vergangenheit ist. Gerade erst entstanden und nach einem Augenblick schon Geschichte. Jeder dieser faszinierenden Gebilde gehört zu einem Naturphänomen, das durch den Menschen mehr und mehr zerstört wird:
Jeder dieser Tropfen gehört zu einem einst gewaltigen Gletscher.

Der nächste Tropfen fällt... "Sind wir wirklich Schuld daran?", wird oft in Diskussionen gefragt. Es wird ein bisschen debattiert und dann doch das Thema gewechselt. Die Suche nach dem Schuldigen war leider erfolglos. Doch warum suchen wir lieber nach dem Schuldigen, als nach einer Lösung? Wir sind hier alle auf der Erde zu Hause und werden hier auch zu Grunde gehen. Trotzdem befassen wir uns lieber mit der Schuldzuweisung, als auf das Problem zu reagieren.

Der nächste Tropfen fällt... Wer sind wir Menschen? Sind wir wirklich die Herscher dieses Planeten oder sind wir nur Ungeziefer, das es zu bekämpfen gilt? Wir sind in der Lage Meisterwerke zu kreieren, wir sind in der Lage voller Hingabe und Leidenschaft uns für etwas einzubringen und doch regiert auf der Erde oft Hass, Neid und Armut.

Der nächste Tropfen fällt... Ich drehe mich um und gehe meines Weges. Ein Weg der mich immer näher zu dem Punkt bringt,  selbst Vergangenheit zu sein. Wie ein Tropfen, der auf die Erde fällt. 


Der Pfad

25. Januar 2017, domjos - Gedanken

Von klein auf gehen wir diesen Weg,
manchmal stolpern wir,
manchmal fallen wir komplett.
Manche bleiben liegen,
doch viele stehen wieder auf,
er verläuft so unterschiedlich,
bei manchen strikt gerade,
bis sie merken, sie hätten doch
lieber die Abzweigung zum kurvigen Weg nehmen sollen.
Bei anderen läuft er immer in Kurven und in Berg und Tal,
manchmal beneiden sie den ersteren, manchmal haben sie Mitleid.
Doch da gibt es noch eine dritte Art,
dieser Weg verläuft stetig kurvig und bergauf,
man kommt sich dabei wie in der Hölle vor,
doch wenn man oben ist schaut man hinab.

Egal was passiert, ob man denkt man schafft es nicht mehr,
ob man denkt, dass man den falschen Weg nimmt,
ob man stolpert oder fällt.
Denk immer daran, jeder Weg führt auch wo hin.
Auch der hässlichste Weg endet irgendwann an einem schönen Ort.